CPV Codes erklärt
CPV-Codes sind das gemeinsame Klassifikationssystem der EU für Auftragsgegenstände — wer den richtigen Code kennt, findet passende Ausschreibungen gezielt statt zufällig.
Procurento Redaktion · Zuletzt aktualisiert: 16.09.2026
Das Common Procurement Vocabulary (CPV) ist ein einheitliches Klassifikationssystem für den Gegenstand öffentlicher Aufträge in der Europäischen Union. Es sorgt dafür, dass "Bauleistungen für Krankenhäuser" in jeder EU-Amtssprache und auf jedem nationalen Portal denselben Code trägt, statt dass jede Vergabestelle ihre eigene Freitext-Beschreibung verwendet.
Aufbau: neun Stellen, vier Hierarchieebenen plus Prüfziffer
Ein CPV-Code besteht aus neun Ziffern. Die ersten acht Ziffern bilden vier hierarchische Ebenen (Abteilung, Gruppe, Klasse, Kategorie), die neunte Ziffer ist eine Prüfziffer zur Kontrolle der vorangehenden acht. Am Beispiel von Bussen lässt sich die Hierarchie so nachvollziehen:
- 34 — Abteilung: Transportausrüstung
- 341 — Gruppe: Kraftfahrzeuge
- 3412 — Klasse: Fahrzeuge für den Transport von mehr als zehn Personen
- 34121 — Kategorie: Busse
Je mehr Stellen ein Code hat, desto spezifischer ist er. Eine Bekanntmachung kann mehrere CPV-Codes tragen — einen Hauptcode für den überwiegenden Auftragsgegenstand und weitere für Nebenleistungen.
Den richtigen Code finden
- Über die Hierarchie einsteigen (grobe Kategorie zuerst) statt sofort nach der exaktesten Ziffernfolge zu suchen.
- Mehrere naheliegende Codes prüfen — Auftraggeber wählen nicht immer den technisch präzisesten Code, sondern oft den ihnen vertrautesten.
- Auf TED und nationalen Portalen wie bund.de lässt sich direkt nach CPV-Code filtern, nicht nur nach Freitext.
Auf Procurento sind die offenen Ausschreibungen nach Warenkategorie filterbar, die intern auf CPV-Codes abgebildet ist — dieselbe Klassifikation, mit der auch die automatische Zuordnung zu Firmenprofilen arbeitet.
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